Peru
Rundreise mit Inka Trail
7:00 Uhr Aufstehen, 8:00 Frühstück. Sabine hat heute Geburtstag, 9:00 Abmarsch (irgendwie ist das
späte Aufstehen total ungewohnt) zur Stadtbesichtigung. Wir haben einen neuen Guide Aurelio mit
seinem Helfer Herbert. Sie werden uns die nächsten Tage und auch auf dem Inca Trail begleiten. Wir
besichtigen die Kirche Santo Domingo, die auf dem ehemaligen Sonnenheiligtum der Inkas errichtet wurde.
Was von den Inkamauern noch stehen geblieben ist, ist beeindruckend. Anschließend geht es zur Kathedrale.
Für mich die nach dem Vatikan am meisten überladene Kirche, die ich gesehen habe. Es darf nicht
fotografiert werden, auch nicht das Gemälde vom letzten Abendmahl Jesu, auf dem es Meerschweinchen
zum Essen gibt. Danach geht es weiter zur Mauer des ehemaligen Palastes Calle Hatunrumiyoc.
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Hier befindet sich der berühmte 12-eckige Stein. Die Mauer ist das Imponierendste, was ich je an Mauerwerk gesehen
habe. Es kann einem das Taschenmesser aufgehen, wenn man sieht, was Pizarros Mörderbande im Inkareich
angerichtet hat.
Wir essen im Hof einer kleinen Gaststätte und erhalten dort Instruktionen für den Ablauf des Inka Trails.
Nachmittags sitzen wir auf dem Balkon eines Kaffees an der Plaza de Armas, genießen das bunte Treiben,
besuchen anschließend noch den einheimischen Markt, kehren dort aber sehr schnell um, als wir sehen,
wie man einen Touristen beklaut. (Es war das einzige Mal, dass wir in Peru in dieser Hinsicht beunruhigt
waren.) Also, lieber wieder zum Shopping in die 100e von Touristenläden. Silke kauft fast einen ganzen
Laden alleine leer. Abends gehen wir zu einem Italiener essen.
12. Tag Mittwoch
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6:30 Uhr Aufstehen, 7:30 Uhr Frühstück 8:30 Abfahrt nach Sagsay-Waman oberhalb von Cusco gelegen. Man
hat einen herrlichen Blick auf die Stadt. Die Mauern der Anlage sind die gewaltigsten auf der Erde. Es
ist unglaublich beeindruckend. Man kann sich nicht vorstellen, wie die Inkas das geschafft haben, ohne
Eisenwerkzeuge und ohne das Rad zu kennen. Die Weiterfahrt geht zum Kultplatz Q'engo. Kurz vorher
machen wir wieder halt, wo? Natürlich bei Alpakaläden mit den dazugehörigen Lamas zum Einkaufen und
Fotografieren. Das Auffallendste an Q'engo ist eine gewundene Opferrinne, ein unterirdischer Altar und
ein von den Spaniern zerstörter Puma. Die Weiterfahrt führt zur Festung Pukapukara und anschließend
zum Bad des Inka nach Tambomachay.
Und weiter geht es in das heilige Tal der Inkas, das Urubambatal, nach Pisaq. Der berühmte Markt ist
heute am Mittwoch nicht geöffnet. So gibt es wieder mal nur einen Touristenmarkt. Diese Art von Markt
kennen wir aber nun schon zur Genüge. Wir essen in einer kleinen Gaststätte, das Menü für 8 Soles.
Am Nachmittag wandern wir zum Heiligtum von Pisaq. Es liegt wunderschön hoch über dem Urubambatal und
hat eine fantastische Aussicht. Der Aufstieg geht von 3.057 m auf 3.450 m hoch.
Heute ging es zur Abwechslung mal Lisa schlecht. Danach fahren wir mit dem Bus nach Urubamba ins Hotel
San Agustin Turquesa.
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Anschließend geht es noch in eine kleine Gaststätte, wo wir die einzigen Gäste
sind. Sie ist nicht geheizt, hat dafür aber riesige Portionen. Auf Kosten des Hauses wird ein
Anisschnaps ausgeschenkt, was bei Kuno dazu führt, dass er fasst den ganzen restlichen Vorrat aufkauft.
Zur Abwechslung ist nun am Abend mal Sabine krank. Außerdem hatten heute wieder zwei Geburtstag. Alle
Geburtstagskinder bekommen ein Geschenk, das aus der gemeinsamen Trinkgeldkasse bezahlt wird.
Somit ergibt sich die interessante Konstellation, dass das jeweilige Geburtstagskind sein Geschenk
mitfinanziert.
13.Tag Donnerstag
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6:30 Uhr Aufstehen, 7:30 Frühstück, 8:30 Uhr Abfahrt. Wir fahren zuerst kilometerlang über Staubpisten
zu den Ruinen von Moray. Hierbei handelt es sich um eine Versuchsanlage der Inka für Gartenbau. Es ist
eine gigantische Anlage und sieht ähnlich aus wie ein Amphitheater. Vom Ort Maras wandern wir in ca.
2 Stunden zu den Salzanlagen von Maras. Die Salzbecken liegen beeindruckend an einem Hang in der
gleißenden Sonne und werden von einem Salz führenden Bach gespeist. Es handelt sich um ca. 3000
Salzbecken. Das Salz wird mit der Hand gewonnen und mit Eseln ins Tal transportiert.
Inzwischen sind erstmals Wolken aufgezogen, und vom Amazonasbecken her weht ein starker Wind. Hoffentlich
ist dies kein schlechtes Omen für den Inka Trail.
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Zum Abschluss des Tages besuchen wir noch die Ruinen von Ollantay. Es scheint so, als wollten alle Touristen Perus
sie gleichzeitig besuchen. Es herrscht ein unglaublicher Rummel. Ein Fotografieren der Ruinen ohne Personen
ist absolut unmöglich. Wir besuchen noch eine Familie, die uns gegen einen Obolus zeigt, wie sie in ihrem
Haus lebt, und dann geht es zum Hotel zurück, das wir gegen 17:45 Uhr erreichen, um unsere Sachen für
den Inka Trail zu packen. Da wir im Hotel heute für 8 Dollar vom Buffet essen werden, haben wir noch
Zeit, die wir uns mit Billardspielen vertreiben. Heute ging es zur Abwechslung mal Silke schlecht.
14.Tag Freitag
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4:00 Uhr Aufstehen, 5:00 Uhr Frühstück, 6:00 Uhr gepackt und alles zur Abfahrt bereit. Da Aly und ich
sehr früh fertig sind, spielen wir um 4:30 Uhr das früheste Billardspiel unseres Lebens. Mit dem Bus
geht es bis nach Chilca am Kilometer 77 zum Startpunkt unseres insgesamt 47 KM langen Inka Trails.
Die meisten Gruppen starten erst am KM 82 bzw. 88. Somit sind wir auf dem ersten Teilstück allein
unterwegs. Wir werden später froh sein, hier gestartet zu sein, denn nur auf diesem Abschnitt gibt es
wunderschöne Kakteen zu sehen. Der Weg führt parallel zum Urubambatal und das Wetter ist noch in Ordnung.
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Bei KM 82 werden wir registriert und Treffen auf die Trägerkolonnen. Insgesamt dürfen pro Tag 500
Touristen den Trail gehen. Als wir in das Tal des Rio Cusichaca einbiegen, beginnt es zu regnen.
Soll nach 13 Tagen Superwetter ohne jeglichen Regen nun ausgerechnet der Inka Trail verregnet werden?
Wir erreichen den Campingplatz im Dorf Huayllabamba auf einer Höhe von 3.005 m. Es ist nicht der
sauberste Platz, und die Toilette, na ja. Wenigstens ist sie nach oben hin offen und gewährt den Lüften
freien Abzug, allerdings dem Regen auch freien Zutritt. Wir sind gut bekocht worden, die Stimmung ist
trotz des Regens gut, vielleicht etwas angespannt wegen des morgigen schwierigsten Tages. Heute war
die Gehzeit 5 Stunden. Müde kriechen wir in die Zelte.
15. Tag Samstag
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Es regnet. Heute liegen insgesamt 7 Stunden Gehzeit vor uns. Es geht dabei von 3.005 auf 4.198 m hoch -
und das bei Regen! Wir sind nicht die Einzigen auf dem Weg zum Pass. Ganze Heerscharen ziehen sich
aneinander gereiht den Pass hinauf. Man kommt sich vor wie zu Goldrauschzeiten auf den Chilkootpass auf
dem Weg nach Alaska. Kurz vor der Passhöhe geht der Regen in Schnee über. Da Andreas ein ganz
ausgeglichenes langsames Tempo eingeschlagen hat, überholen wir bis zum Pass noch sehr viele
Schnellgeher, die nach Luft schnappend am Wegrand stehen. Nach 3 ½ Stunden haben wir den Pass erreicht.
Wir gehen wegen der Kälte und des Windes gleich weiter. Allerdings muss ich noch 3 Meter höher steigen.
Schließlich will ich die 4.200 m überschreiten. Völlig durchnässt erreichen wir nach weiteren 20 Minuten
ein Zelt, das unsere Träger aufgebaut haben, und wo sie uns Tee und heiße Suppe servieren. Danach
steigen wir weiter ab, immer vom Regen begleitet, bis nach Paqaymayu auf 3.560 m. Auf diesem kleinen
Platz übernachten 22 Gruppen, mit Trägern heißt das ca. 500 Personen. Dafür sind die Toiletten und
Waschanlagen erstaunlich sauber. Die Zelte stehen so dicht gedrängt, dass man nachts meint, jeder,
der zur Toilette geht, würde durch unser Zelt laufen. Unser Koch hat uns am Abend wieder verwöhnt. Es ist
erstaunlich, was er unter diesen Umständen zu Stande bringt.
16. Tag Sonntag
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Das Wetter ist besser, sodass wir gut gelaunt zur Ruine Runku Raqay aufbrechen. Kurz vor dem Pass
Runku Raqay 3.998 m fängt es wieder leicht zu regnen an. Nach dem Pass, ich muss natürlich noch 2 m
höher aufsteigen, wird das Wetter besser, und es regnet nicht mehr. Es kommt jetzt sogar die Sonne
durch. Wir steigen zu den Ruinen von Sayag Marka auf 3.728 m ab. Es ist nicht vorstellbar, wie die
Inkas in diesen Höhen ihre Straßen angelegt haben. Nach diesen Ruinen ändert sich die Vegetation.
Wir befinden uns nun in einem Bergregenwald. Bei Sonne erleben wir Orchideen, Farne, moosbewachsene
Bäume, Bromelien, sehen Kolibris. Es ist wie in einer Traumwelt. Dieser Tag wird ein gutes Geschäft
für die Fotoindustrie.
Wir erreichen den Pass Phuyupatamarca 3.700 m und lagern eine halbe Stunde nach dem Pass auf einem
eigens für uns reservierten Gelände. Wir sind die Einzigen auf 3.650 m Höhe, genießen die Aussicht,
die Ruhe, den Sonnenuntergang, das gute Essen und sind rundherum zufrieden. Nachts gibt es noch
ein Gewitter.
Wir wollen heute schon sehr früh aufsteigen, um die Aussicht zu genießen. Um 5:00 Uhr ist aber
alles zugezogen. So beschließen Aly und ich den Rest der Gruppe weiterschlafen zu lassen. Leider war
unsere Diskussion mit Silke über das Wetter aber so laut, dass die ganze Truppe doch wachgeworden ist.
Heute Morgen werden zum letzten Mal die Zelte abgeschlagen. Wir haben für unsere Träger eine
Kleidersammlung veranstaltet, die wir in einer Tombola für sie verlosen. Man glaubt gar nicht, wie
arm diese Menschen sind. Sie tragen Sandalen, die sie aus Autoreifen gefertigt haben. Von einer
ISO-Matte können sie nur träumen. Vor der Verlosung muss man ihnen nur in die Augen schauen, um zu
sehen, wie sie sich freuen.
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Nach Gruppenfoto und Verabschiedung der Träger gehen wir heute einen alten Inkapfad nach Machu Picchu.
Wir benutzen nicht den normalen Trail auf dem sich 500 Leute über 3000 Stufen abwärts wälzen. Das
Wetter ist Spitze. Wir sind die Einzigen auf diesem Weg. Er hält wieder zahlreiche Orchideen für
uns bereit. Michaela stürzt auf diesem Wegstück, holt sich einige Schrammen und verknackst sich den
Fuß leicht. Aber sie kann weiter mitgehen. Beim Mittagessen treffen wir wieder auf den normalen Trail.
Nach dem Essen erwischt es zur Abwechslung mal mich, und ich muss mich für den Rest des Tages mit
Durchfall herumplagen. Vor Machu Picchu besichtigen wir noch die Inka Gartenanlagen von Inti Pata
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sowie die Ruinen von Winaywayna. Als wir das Sonnentor Inti Punku erreichen, können wir zum ersten Mal
auf Machu Picchu blicken. Der Blick ist schon grandios. Alles fotografiert nach vorne. So fällt es mir
leichter, nach hinten Büsche für eine Toilette zu suchen. Michaela sieht nur die Blumen und merkt
gar nicht, dass sie am Sonnentor ist. Erst als man sie darauf aufmerksam macht, registriert sie
Machu Picchu. Dann steigen wir nach Machu Picchu ab. Da wir recht spät sind, sind kaum noch Touristen
anwesend. Das Wetter ist aber nicht gerade zum Fotografieren gemacht. So machen wir nur ein paar
Notfotos, falls es morgen nicht besser wird, und fahren mit dem Shuttle-Bus nach Aguas Calientes ab,
das wir am späten Nachmittag erreichen. Auf der Abfahrt läuft ein Junge alle Serpentinen abkürzend neben
dem Bus her und winkt an jeder Ecke. Natürlich steigt er an der letzten Kehre in den Bus und möchte
seinen Obolus bekommen.
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Aguas Calientes!!!! Ein Urwalddorf beiderseits eines Eisenbahngleises. Baracken, Wohnhäuser, Hotels,
Gaststätten und Verkaufsläden bilden rechts und links des Gleises den Bahnhof. Einen Bürgersteig
oder Ähnliches gibt es nicht. Der Ort ist nur mit der Bahn zu erreichen. Das Gewimmel ist
unbeschreiblich. Wir werden auf zwei Hotels aufgeteilt und ein Teil der Gruppe geht noch in die
heißen Thermen baden. Ich ziehe es vor, mich mit Aly auf die Terrasse einer Kneipe zu setzen und
das unglaubliche Treiben um uns herum zu erleben. Als ein Zug einfährt, und den verbleibenden Raum
zwischen den Häusern nun auch noch ganz ausfüllt ist das Chaos perfekt. Aly geht T-Shirts kaufen und
macht die Bekanntschaft einer indianischen Spezialverkäuferin. Sie wird ihn bis zur Abreise nicht mehr
in Ruhe lassen. Abends gehen wir gemeinsam essen, danach ein Teil der Gruppe in die Disco und der Rest
in die Pisco-Bar.
18. Tag Dienstag
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Wir stehen wieder mal sehr früh auf. Wir wollen mit dem ersten Bus nach Machu Picchu fahren, damit
wir vor den anderen Touristen sind. Wir haben da ja schon Übung. Und ---- prompt klappt es wieder
nicht. Aurelio, unser Guide hat verschlafen. Dann gibt es Schwierigkeiten mit den Bustickets. Als
wir endlich losfahren, sind mindestens 10 Busse vor uns abgefahren. Das Wetter ist viel besser als
am Vortag, wird sich aber erst im Laufe des Tages wirklich gut entwickeln. Unter fachkundiger
Führung von Aurelio besichtigen wir die Anlage. Der Rest des Tages steht zur freien Verfügung.
Heinz besteigt als Einziger den steilen Hausberg Waynapicchu. Wir anderen fahren zu Tal, essen etwas
und tauchen in das geschäftige Treiben ein. Aly bekommt wieder Besuch von seiner Freundin.
Inzwischen will sie ihm auch schon gar nichts mehr verkaufen. Er dürfte sie von den Gleisen weg
heiraten.
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Nachmittags fahren wir mit dem Zug zurück bis in die Nähe von Cusco. Man hat in Aguas Calientes
etwas außerhalb jetzt einen eigenen Bahnhof nur für die Touristen gebaut. In dem Zug dürfen auch
keine Einheimischen mitfahren. Damit hat man die früher vorhandene Diebstahlgefahr gebannt.
Die restliche Strecke bis Cusco fahren wir mit unserem Bus. Todmüde fallen wir gegen 22:30 Uhr
ins Bett.
19. Tag Mittwoch
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Etwas stimmt nicht; kein Wecken, jeder kann schlafen so lange er will. Der Tag ist zur freien
Verfügung. Ich gehe mit Aly und Silke bis Mittag in das Inka-Museum. Mittags treffen wir uns in einer
einheimischen Kneipe mit dem Rest der Gruppe. Und am Nachmittag werden die noch fehlenden Mitbringsel
gekauft. Silke bringt das Kunststück fertig, für den Kauf von ein paar Keramikteilen 55 Minuten in
einem Laden zu verbringen (3 Minuten für das Aussuchen, 20 Minuten für das Bezahlen mit Kreditkarte
und 30 Minuten für das Einpacken.) Jetzt endlich wissen wir, warum uns Andreas am ersten Tag gebeten
hat, für Peru Geduld mitzubringen. Als Aly dann im nächsten Laden das Geld ausgeht, und er ebenfalls
mit Kreditkarte bezahlt, ist der Tag gelaufen.
Den Abend verbringen wir als einzige Gäste in einer Gaststätte, feiern Abschied, lassen unsere
peruanischen Guides hochleben, unseren Reiseleiter auch, stellen fest, dass wir eine klasse Gruppe
sind, und dass die Reise von Wikinger perfekt organisiert ist.
20. Tag Donnerstag
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Heute stimmt wieder alles. 4:30 Aufstehen, 5:00 Uhr Frühstück, 6:00 Uhr Abfahrt zum Flughafen Cusco
und um 8:00 Uhr bestaunen wir bei wunderschönem Flugwetter die Anden aus der Luft. Wir landen nach ca.
einer Stunde in Lima, wo uns bereits ein Bus zur Stadtrundfahrt erwartet. Das für Limas Winter
typische diesige Nebelwetter drückt auf unsere Stimmung nach den Wochen in klarer sonniger Höhenluft,
oder ist es nur das sich abzeichnende nahe Ende unseres Urlaubs? Wir besuchen Kirche und Kloster San
Francisco mit reicher Ausstattung und den unterirdischen Katakomben mit ca. 70.000 Skeletten.
Nach dem Wachwechsel am Präsidentenpalast geht es zum Mittagessen und anschließend fahren wir zum
Goldmuseum. Dieses Museum war bis vor wenigen Jahren im Privatbesitz eines Ministers. Es beherbergt
einzigartige Kunstgegenstände. Leider sind sie chaotisch angeordnet, und man fragt lieber nicht,
wie sie in den Besitz des Ministers kamen.
Die Zeit wird knapp, und wir kämpfen uns durch das Verkehrschaos zum Flughafen durch. Gegen 20.00 Uhr
starten wir zum Rückflug, nicht ohne in Aruba Zwischenstopp zu machen (wir müssen doch wieder eine
Runde um den Block im Flughafen drehen.)
21. Tag Freitag
Um 17:30 Uhr landen wir in Amsterdam. Wir haben nicht viel Zeit, uns zu verabschieden, denn nun
teilt sich die Gruppe in alle Winde auf. Wir fliegen zu fünft nach Frankfurt, wo Silke feststellen
muss, dass ihr Gepäck nicht mitgeflogen ist. Zumindest fehlt es am Flughafen. Als ich endlich gegen
20:30 Uhr zu Hause ankomme, bin ich mittlerweile 31 Stunden auf den Beinen.
Schlussbemerkung: Wir haben eine Superreise in ein großartiges Land gemacht. Die Menschen waren trotz
oder vielleicht gerade wegen ihrer Armut sehr freundlich, die Landschaft grandios, Unterkünfte
und Verpflegung haben uns sehr positiv überrascht. Insgesamt eine prima Reise, die zudem noch von
Wikinger Reisen perfekt organisiert war.
PS: Silke hat ihr Gepäck auch wieder bekommen. Leider ist Andrea bei der Einreise auf dem Münchener
Flughafen wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz vorübergehend in Haft genommen worden.
Sie hatte Kokatee in Form von Teebeuteln bei sich, was laut Reiseveranstalter und diverser Reisebücher
erlaubt sein soll. Nur die Einfuhr von Kokablättern sei verboten. Aber in Bayern legt man das Gesetz
wohl bis in die fünfte Nachkommastelle aus. Jetzt wartet sie zu allem Ärger auch noch auf eine
Gerichtsverhandlung.
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